Regentanz in der Holmer Geest

Franziska Neuling (GER) und Hermen van der Wal (NL) heißen die Sieger des German Blade Challenge Marathons in Wedel. Erstmals in dieser Saison musste ein Rennen auf nasser Fahrbahn gestartet werden. Trotzdem gingen neben der deutschen Speedskatingelite auch rund 500 Breitensportler auf den Rundkurs durch die Holmer Geest und Haseldorfer Marsch. Dass bei diesen Witterungsbedingungen auf dem sehr schnellen Rundkurs keine neuen Rekorde fallen würden, war schnell klar.

Vor allem die Damen ließen es etwas vorsichtiger angehen, wie die Siegerzeit von fast 1:30 Stunde dokumentiert. Das tat allerdings der Spannung des Rennens keinen Abbruch. 18 Fahrerinnen bildeten die Spitzengruppe und kamen innerhalb von vier Sekunden nach 42 km-Renndistanz in das Ziel. Das besonders aktive Team „der-rollenshop.de“, die mit sechs Skaterinnen antraten, versuchte zwar mit mehreren Attacken eine Vorentscheidung zu erzwingen, aber ihre aufmerksamen Konkurrentinnen verhinderten das. So fiel die Entscheidung auf den letzten Metern im Sprint (siehe Foto oben), bei dem die Powerslide Phuzion International-Fahrerinnen Franziska Neuling (Platz 1) und Lisa Kaluzni (Platz 3) am erfolgreichsten waren. Der-rollenshop.de schaffte es immerhin noch, mit Sandra Heizenröder (Platz 2) eine Fahrerin auf das Siegerpodest zu bringen.

Van der Wal, sonst nicht regelmäßig in der GBC unterwegs, suchte sein Heil bereits einige Kilometer vor dem Ziel in der Flucht. Bereits nach etwa 12 km hatte sein skatemill-Powerslide Teamkollege Ted Ooijevaar die große Führungsgruppe deutlich distanzieren können. Aber nachdem sich Rennhälfte die Spitzenteams entschlossen, mehr Druck auszuüben, wurde der Ausreißer wieder eingefangen. Die sich auf diese Weise gebildete zehnköpfige Führungsgruppe wurde immer wieder durch kurze Attacken aufgeschreckt, van der Wal war mehrfach daran beteiligt. Aber erst, als er mit Tobias Hecht vom Team Speedlager.de gemeinsame Sache machte, gelang die Flucht. Hecht fiel dann jedoch zurück, so dass van der Wal seinen Sieg schon 100 m vor der Linie feiern konnte. Den Sprint der Verfolger, die mehr als eineinhalb Minuten Rückstand hatten, gewann Mauro Casu (ITA, Subaru X-Tech) vor Markus Pape (Orthomol Sport), der damit erneut bester deutscher Teilnehmer wurde.

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